Das Institut für Pflegewissenschaft

Wie wird ein Pflegeheim den Bedürfnissen der Bewohner*innen gerecht? Was können Pflegepersonen tun, wenn ein chronisch krankes Kind zu Hause mangelernährt ist? Was hilft Betroffenen, chemotherapiebezogene Nebenwirkungen in den Griff zu bekommen? Wie ist „gutes Sterben“ im Krankenhaus möglich? Warum pflegen nicht nur Erwachsene sondern auch Jugendliche zu Hause?

Fragen wie diese stellen sich – bedingt durch gesellschaftliche und gesundheitsbezogene Entwicklungen – Betroffene, Pflegende oder (gesundheits-) politisch verantwortliche Personen häufig und sie bedürfen dringend einer Antwort, die zur Klärung, aber auch zur Lösung der Probleme und dem Entwickeln effektiver Handlungsstrategien beiträgt. Pflegewissenschaft versucht diesen und ähnlichen Fragen, die sich auf Krankheit und Pflegebedürftigkeit, auf den Umgang damit und das Streben nach optimalen Outcomes pflegerischer Tätigkeit beziehen, nachzugehen und Antworten zu finden.

Ziel des Instituts für Pflegewissenschaft ist es, in Forschung und Lehre mittels gängiger und sich weiter entwickelnder Forschungsmethoden zukunftsweisende Fragestellungen im Bereich der Pflege aufzugreifen und zu bearbeiten, um zu wissenschaftlich fundierten, innovativen und praktikablen Lösungen im Umgang mit Pflegebedürftigkeit in der Gesellschaft beizutragen. Visionäres Denken und Handeln, sowie die Translation von wissenschaftlichem Wissen in pflegerische Praxis sollen vor allem jenen Menschen helfen, die Pflege benötigen und die beruflich oder familiär unmittelbar von Pflege betroffen sind, sowie einen Beitrag für Entscheidungen in Organisationen und Politik leisten.

Das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Wien besteht seit dem Jahr 2005 und ist an der Fakultät für Sozialwissenschaften angesiedelt. Mit der Etablierung eines individuellen Diplomstudiums Pflegewissenschaft im Jahr 1999 wurde der erste Grundstein dazu gelegt. 2004 richtete die Universität Wien mittels Finanzierung durch das Rote Kreuz und Caritas eine Stiftungsprofessur für Pflegewissenschaft ein, die Elisabeth Seidl bis 2007 innehatte. Seit 2010 gibt es eine ordentliche Universitätsprofessur für Pflegewissenschaft und das Institut für Pflegewissenschaft ist als eigenes Forschungsinstitut und Studienort für Studierende eines Master- und Doktoratsstudiums gut etabliert.

Die Personen

am Institut für Pflegewissenschaft