Projekte

Evaluation des Wiener Fallbesprechungsmodells als Interventionskonzept zur Prävention von Bettlägerigkeit in der Langzeitpflege

Bettlägrigkeit

Laufzeit: September 2018 bis August 2020

Projektleitung:

  • Univ.-Prof.Mag.Dr. Hanna Mayer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin:

  • Nataša Prajo, BSc MSc

Fördergeber:

  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
  • Wiener Krankenanstaltenverbund, Teilunternehmung Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser der Stadt Wien


Kurzbeschreibung:

Eine eingeschränkte Mobilität kann eine Vielfalt an negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Betroffenen haben (Wang, Kane, Eberly, Virnig and Chang, 2010; Gogulla, Lemke and Hauer, 2012; Avlund, Pedersen, & Schroll, 2003). Im Prozess des Bettlägerigwerdens stellt die Phase der Ortsfixierung einen wesentlichen Faktor dar, an dem angesetzt werden muss, wenn Bettlägerigkeit vermieden oder der Prozess verlangsamt werden soll.

Am Institut für Pflegewissenschaft wurde in einem aktionsorientierten Prozess gemeinsam mit Pflegepersonen aus einer Langzeitpflegeeinrichtung das pflegerische mobilitätsspezifische Wiener Fallbesprechungsmodell (WIFA-PhOEBe) entwickelt und in einem ersten Piloten getestet. Das derzeitige Projekt stellt die dritte Phase „Implementierung und Evaluation“ dar. Das Design der Interventionsstudie ohne Vergleichsgruppe basiert auf den Grundsätzen der Realist Evaluation nach Pawson und Tilley (1997) und beinhaltet eine summative und formative Evaluation. Die Interventionsstudie wird bundesländerübergreifend, in Graz und Wien, von September 2018 bis August 2020 durchgeführt. Die Interventionsstudie findet einerseits auf zwei Stationen im Pflegewohnhaus Meidling der Stadt Wien mit sozialmedizinischer Betreuung und in zwei Wohnbereichen des Pflegewohnheims Peter Rosegger der Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz statt. Ziel dieses Projekts ist eine erste Implementierung und Evaluierung der mobilitätsspezifischen Fallbesprechung für Menschen mit leichter bis mittelschwerer Ortsfixiertheit, um ihre Situation zu verbessern bzw. zu stabilisieren bzw. für Menschen mit schwerer Ortsfixiertheit, um diese zu verbessern und somit präventiv gegen Bettlägerigkeit zu wirken.