PHC Heat – Primärversorgung bei Hitzewellen: Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden vulnerabler älterer Menschen in Wien und Rio de Janeiro
Laufzeit: 1. Jänner 2026 - 31. Dezember 2027
Projektteam Universität Wien:
- Prof. Dr. Kerstin Hämel, Projektleitung Österreich
- Mascha Ertel, MSc, Wissenschaftliche Mitarbeit
- Evelyn Hutter, MA, Wissenschaftliche Mitarbeit
- Eva Krabb, MSc, Wissenschaftliche Mitarbeit
- Lara Sanelli, MSc, Wissenschaftliche Mitarbeit
- Jayme Tauzer, PhD, Wissenschaftliche Mitarbeit (derzeit in Karenz)
Projektteam Universidade Federal do Rio de Janeiro (UFRJ) & Escola Nacional de Saúde Pública Sergio Arouca (ENSP/FIOCRUZ):
- Prof. Dr. Cassiano Mendes Franco, Projektleitung Brasilien (UFRJ)
- Prof. Dr. Márcia Aparecida Ribeiro de Carvalho, Wissenschaftliche Mitarbeit (UFRJ)
- Jacqueline Carvalho, MSc, Wissenschaftliche Mitarbeit (ENSP/FIOCRUZ)
- Prof. Dr. Lígia Giovanella, Wissenschaftliche Mitarbeit (ENSP/FIOCRUZ)
- Michelly Ribeiro dos Santos, Studentische Mitarbeiterin (UFRJ)
Kooperationspartner:innen Österreich:
- Ian Langner, BSc MBA, Health Expert, Plattform Primärversorgung, Abteilung Primärversorgung und Versorgungskoordination, Gesundheit Österreich GmbH
- Dr. Andrea E. Schmidt, MSc, Abteilungsleiterin, Klimaresilienz und One Health, Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit, Gesundheit Österreich GmbH
Kooperationspartner:innen Brasilien:
- Prof. Dr. Nadia Spada Fiori, Universidade Federal de Pelotas (UFPEL)
- Raphael Costa Pinto, Municipal Health Department of Rio de Janeiro
Fördergeber:
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) im Rahmen des OeAD-Programms für Wissenschaftlich-Technische Zusammenarbeit (WTZ) Österreich/Brasilien gefördert.
Das Projekt wird auf auf brasilianischer Seite vom Nationalen Rat für Wissenschaftliche und Technologische Entwicklung (CNPq – Conselho Nacional de Desenvolviemento Científico e Tecnológico) gefördert.
Einführung
Der Klimawandel ist ein zentrales Public-Health-Thema. Vulnerable ältere Menschen, die in Großstädten leben sind besonders hohen Gesundheitsrisiken und negativen gesundheitlichen Auswirkungen durch Hitzewellen ausgesetzt. Die Primärversorgung ist als erste Anlaufstelle im Gesundheitswesen gut geeignet, um hitzebedingte Risiken von vulnerablen älteren Menschen zu adressieren sowie ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu fördern. Dennoch bestehen deutliche Wissenslücken, wie Gesundheitsfachkräfte in der Primärversorgung zur Bewältigung hitzebedingter Risiken beitragen können.
Ziel der Studie
Vergleichend wird untersucht, wie Praktiker:innen der Primärversorgung und intersektorale Partner:innen Gesundheit und Wohlbefinden vulnerabler älterer Menschen während Hitzewellen in Wien (Österreich) und Rio de Janeiro (Brasilien) fördern. Im Rahmen dieser qualitativen, länderübergreifenden Vergleichsstudie werden wir bestehende Ansätze in den beiden Städten beschreiben, deren Umsetzung in der Praxis ergründen sowie fördernde und hemmende Faktoren für die Förderung von Hitzeresilienz vulnerabler älterer Menschen in der Primärversorgung identifizieren.
Methodisches Vorgehen
Wir führen Fokusgruppen mit a) übergeordneten Expert:innen aus unterschiedlichen Sektoren (Vertreter:innen des Gesundheitswesens, politische Entscheidungsträger:innen, Klimaexpert:innen) und b) mit Praktiker:innen in der Primärversorgung (Ärzt:innen, Pflegefachpersonen, Community Health Workers, Sozialarbeiter:innen, u.a.) durch. Die Fokusgruppen werden im Rahmen eines deduktiv-induktiven Verfahrens mittels Thematischer Analyse ausgewertet.
In allen Projektschritten arbeiten die Forschungsteams aus Österreich und Brasilien eng zusammen. Die Ergebnisse werden auf internationalen Fachkonferenzen vorgestellt und in peer-reviewed-Journals publiziert. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Weiterentwicklung der Primärversorgung genutzt werden, Strategien zur Verbesserung der Hitzewellenresilienz in Großstädten stärken und auch auf weiteren Forschungsbedarf hinweisen. Gleichzeitig ermöglicht das Projekt, Kapazitäten für gemeinsame Forschungsprojekte der Universität Wien und der Bundesuniversität Rio de Janeiro aufzubauen.
Aktuelle Meldungen aus dem Projekt
Hitzewellen und Primärversorgung: Workshop und Exkursionen in Rio de Janeiro


