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Innovations-Enquete der NÖ Landespflegeheime

©NLK/J. Pfeiffer

Landespflegeheime setzen Impulse

Innovative Wohn- und Lebensräume im Alter 

Das klassische Bild eines Altersheims ist längst überholt, die Pflege ist im Umbruch. Die NÖ Landespflegeheime treiben die Innovation voran und bringen ein neues Pflege- und Wohngruppenmodell.

Das Pflegeheim der Zukunft müsse sich noch stärker als bisher an die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner anpassen, so der Tenor des Symposiums „Leben entfalten – Zukunft gestalten“ der NÖ Landespflegeheime am 8. Februar 2016 im Landhaus in St. Pölten.

„Als größter Betreiber von Pflegeheimen in Niederösterreich mit 48 Standorten, 5.770 Pflege- und Betreuungsplätzen, 5.100 Beschäftigten und einem Jahresbudget von rund 270 Millionen Euro haben wir Ziele formuliert und treiben die Innovation voran, um die Qualität der Pflege zu sichern“, betonte Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz aus diesem Anlass. Schon bisher waren die Landesheime Vorreiter, mitunter gar Pioniere, bei der Entwicklung neuer Pflegeangebote und stets offen für Impulse. Positive Veränderung gehöre schon zum täglichen Bild, sprachen die Landesrätin und der zuständige Gruppen- und Abteilungsleiter beim Amt der NÖ Landesregierung, Dr. Otto Huber, den Mitarbeitenden dafür Dank und Anerkennung aus.

Landesheime sind „Innovationstreiber“

Im gleichnamigen Innovationsprojekt haben die „Praxis“, in erster Linie die Führungs- und Pflegekräfte aus den Heimen, und die „Wissenschaft“, hier vor allem das Institut für Soziologie und das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Wien, eng zusammengearbeitet. Das neue Rahmenkonzept für Pflege und Betreuung wird seit Jahresbeginn in den Pilotheimen in Amstetten, Himberg, Stockerau, Wiener Neustadt und Zwettl erprobt, dabei steht der Mensch im Mittelpunkt. Entwickelt wurden auch eine neue Pflegeorganisation und eine neue Organisationsstruktur. Ein drittes Ziel war eine „Soziale Architektur des 21. Jhdt.“, und das Ergebnis ist ein Raum- und Funktionsprogramm nach dem Wohngruppenmodell mit mehr Einbettzimmern und zielgruppenorientierten Wohntypologien, etwa speziell für Menschen mit demenziellen Erkrankungen.

Ein Blick in die Zukunft der Pflege

Der international bekannte Trendforscher und Geschäftsführer der Gesellschaft für Zukunfts- und Trendberatung, Frankfurt-München-Wien, Harry Gatterer, sprach zu „The new Silvergeneration – Altern im 21. Jahrhundert“. Dem „doppelten Generationenwandel“ als „Anstoß für ein Mehr an Lebensqualität und Innovation“ widmete sich der renommierte österreichische Altersforscher Univ.-Prof. Dr. Franz Kolland, Universität Wien. Für den Präsidenten des Bundesverbandes der Alten- und Pflegeheime Österreichs und Hollabrunner Heimdirektor, Markus Mattersberger MMSc, MBA, sind Pflegeeinrichtungen „komplexe Organisationen“, welche zu „lernenden“ werden müssten. Architekt Mag. Andreas Wörndl, Abteilung Landeshochbau beim Amt der NÖ Landesregierung, sprach über das „blau-gelbe“ Architekturkonzept, das in Form eines „4-Sphären-Modells“ innovative Lebensräume im Alter und eine neue Qualität des Wohnens und Lebens in einem Heim bringen wird.

Die Markt- und Meinungsforscherin Birgit Starmayr vom market-Institut Linz unterstrich die Bedeutung von Kunden- wie Mitarbeiterbefragungen als „wichtige Stimmungsbarometer“, bevor Univ.-Prof. Mag. Dr. Hanna Mayer, Vorständin des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Wien, die weiteren Schritte im neuen Pflegekonzept vorstellte und dazu betonte: „Das neue Konzept verbindet Theorie mit Praxis. Erfahrungen der Pflegekräfte werden mit Fachexpertisen und der Pflegeforschung verknüpft. Das ist offen, dynamisch, nachhaltig und zukunftsorientiert.“ Die neuen Konzepte sollen bis 2020 in allen Häusern umgesetzt werden.

Mehr Infos unter

www.noelandesheime.at

PR-Artikel NÖ LPHs / Innovationsprojekt / Febr. 2016


 

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